 Die Entwicklungen der letzten Wochen bereiten uns große Sorgen. War es der Kampagne und den Vertretern der Verbände noch im Frühjahr gelungen, offensichtlich konstruktiv gemeinsam am Tisch zu sitzen, hat sich die Verbands-Seite weiter denn je von diesem Tisch entfernt.
Die aktuelle Veröffentlichung des DFB verwundert wenig, ebenso der Wortlaut des vom DFB in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten. Aber: Die Schärfe und die neuerliche Hetzjagd auf Fussballfans sind erschreckend. Desweiteren registrieren wir erstaunt Formulierungen wie "Geister-Debatten". Worüber, wenn nicht über den legalen und verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik, wurde in drei Treffen in der DFB-Zentrale jeweils mehrere Stunden hinweg gesprochen? Verleugnet die Verbands-Seite jetzt nicht nur die Absprachen untereinandern, sondern sogar die Gespräche?
Bereits unter Helmut Spahn gab es positive Rechtsexpertisen, die vom DFB in Auftrag gegeben wurden und die Gespräche wurden schriftlich protokolliert, teilweise auch vom DFB gegengelesen und bestätigt. Wir erwägen, diese Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ebenso entspricht es nicht den Tatsachen, dass wir nach dem Moratorium eine deutschlandweite Freigabe von Pyrotechnik erwartet hätten. Vereinbart und ohnehin unsererseits angestrebt ist eine lokale Genehmigungspraxis. |